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18.07.2016

Pflegestärkungsgesetz ( PSG) II - was ändert sich zum Januar 2017


Die Seniorenresidenz Philosophenweg ist das Pflegeheim für Senioren in Wetzlar. Wir befinden uns im dritten Betriebsjahr und möchten für unsere 125 anvertrauten Bewohner und deren Angehörige ein kompetenter, vertrauter und verantwortungsbewusster Partner sein.
Damit wir das bleiben, befassen wir uns inhaltlich auch mit dem neuen Pflegestärkungsgesetzt (PSG) II und dessen Umsetzung.
Die soziale Pflegeversicherung ist nach 20 Jahren Einführung jetzt auf eine neue Grundlage gestellt. Damit erhalten erstmals alle Pflegebedürftigen einen gleichberechtigten Zugang zu Pflegeleistungen - unabhängig davon, ob sie an körperlichen Beschwerden oder an einer Demenz erkrankt sind. Eine individuelle Unterstützung der Pflegebedürftigen, eine bessere Absicherung der vielen pflegenden Angehörigen und Unterstützung für die Einrichtungen bei der Personalbemessung wird mit dieser neuen Reform erreicht.
Was wird uns ab Januar 2017 alles erwarten;
1. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff tritt in Kraft – dies schafft eine fachlich gesicherte und individuelle Begutachtung und Einstufung in Pflegegrade. Die Pflegesituation von Menschen mit geistigen und seelischen Beeinträchtigungen etwa bei demenziellen Erkrankungen wird bei der Begutachtung künftig in gleicher Weise berücksichtigt wie die Pflegesituation der Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen. Mit dem neuen Begutachtungsinstrument können die Beeinträchtigungen und die vorhandenen Fähigkeiten von Pflegebedürftigen genauer erfasst und die individuelle Pflegesituation in den fünf neuen Pflegegraden zielgenauer abgebildet werden. Viele Menschen erhalten mit dem Pflegegrad 1 erstmals Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung.
2. Die neuen Leistungsbeträge bedeuten für viele Menschen höhere Leistungen. Die spürbaren Leistungsverbesserungen zum 01. Januar 2015 werden durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz weiter ausgeweitet. Insgesamt stehen ab 2017 jährlich rund fünf Milliarden Euro zusätzlich für die Pflege zur Verfügung. Die gesetzlich vorgeschriebene Dynamisierung der Leistungen wird um ein Jahr auf 2017 vorgezogen. Damit stehen weitere rund 1,2 Milliarden Euro für bessere Leistungen der Pflegeversicherung zur Verfügung.
3. Die Leistungen der ambulanten Pflege werden ausgeweitet und an den Bedarf angepasst.
4. Auch in den stationären Pflegeeinrichtungen gibt es Verbesserungen für alle Pflegebedürftigen. Ab 2017 gilt in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung ein einheitlicher pflegebedingter Eigenanteil. Der pflegebedingte Eigenanteil steigt künftig nicht mehr mit zunehmender Pflegebedürftigkeit. Zudem erhalten alle Pflegebedürftigen einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungsangebote in voll –und teilstationären Pflegeeinrichtungen. Die Finanzierung erfolgt durch die soziale Pflegeversicherung.
5. Rund 2,7 Millionen Pflegebedürftige werden zum 01. Januar 2017 automatisch in einen der neuen Pflegegrade übergeleitet. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen werden automatisch von ihrer Pflegestufe in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet. Menschen, bei denen eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt wurde, werden in den übernächsten Pflegegrad überführt. Alle, die bereits Pflegeleistungen erhalten, erhalten diese daher mindestens in gleichem Umfang weiter, die allermeisten erhalten mehr Unterstützung.
6. Die soziale Absicherung von pflegenden Angehörigen wird verbessert.
7. Die regionale Zusammenarbeit in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen vor Ort wird verbessert
8. Die Pflegesätze für stationäre Einrichtungen werden zum 01. Januar 2017 neu verhandelt oder mit einer Anfangsregelung übergeleitet, damit es einen reibungslosen Übergang in das neue System gibt.
9. Darüber hinaus wird bis Mitte 2020 ein wissenschaftlich abgesichertes Verfahren zur Personalbedarfsbemessung zu entwickeln sein. Damit soll künftig festgestellt werden, wie viele Pflegekräfte die Einrichtungen für eine gute Pflege benötigt.
10. Der Beitragssatz der Sozialen Pflegeversicherung steigt zum 1. Januar 2017 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 bzw. 2,8 Prozent für Kinderlose.
Ihr Team der Seniorenresidenz Philosophenweg in Wetzlar – wir sind für Sie da!
Haben Sie Fragen – dann kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer 06441/44885 -0 oder besuchen uns auf unserer Homepage www.seniorenresidenz-wetzlar.de.
Das sommerliche Wetter lädt auch gerne auf einen Kaffee mit frisch gebackenen Waffeln auf unserer öffentlichen Sonnenterrasse im Dachrestaurant im 4. Stockwerk ein. (Öffnungszeiten sind montags und dienstags von 14.00 Uhr – 17.30 Uhr und mittwochs bis sonntags von 11.30 Uhr – 17.30 Uhr) Somit können Sie unserer Seniorenresidenz Philosophenweg Wetzlar auch gerne persönlich kennen lernen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Christine Kunkel (Residenzleitung) und Sven Lars Schüler (Dipl.Pflegewirt (FH) Pflegedienstleiter)

 

Material

Christine Kunkel ( Residenzleitung) und Sven Lars Schüler ( Dipl. Pflegewirt (FH), PDL)

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